Der Stoff macht den Bezug.

Die Technik des Polsterns

Polstermöbel dienen dem bequemen Sitzen oder Liegen. Um auch bei starker Beanspruchung ein Höchstmaß an Qualität zu gewährleisten, helfen wir Ihnen bei der Auswahl der Federungssysteme. Wir unterscheiden zwischen Flachfedern, Sprungfedern, Federkernen oder elastischen Polstergurten und beraten Sie zudem bei den Polster-Füllstoffen, wie z.B. Rosshaar, Daunen, Watten, Palmfasern, Schaumstoffe oder Latex. Die Bezüge von Polstern geben den Möbeln ihr individuelles Gesicht. Gleichzeitig sollten sie hohen Anforderungen gerecht werden. Wir verwenden daher nur Materialien, die sich durch Qualität auszeichnen. Das Sortiment reicht von den verschiedenen Stilen, von Barock, Empire, Biedermeier über Gründerzeit, Jugendstil, Art Deco bis hin zur Moderne.

Die folgenden Informationen erscheinen mit der freundlichen Genehmigung von www.polstereibedarf-online.de

Als Standard bei Stuhlsitzen oder Eckbänken wird ein Schaumstoff mit einem Raumgewicht von RG 35 und einer Dicke von 3cm verwendet. Der Schaumstoff wird dann am besten mit einer Schaumstoffsä… [mehr Text]ge zugeschnitten und mit einem Sprühkleber auf die Holzunterlage geklebt. Auf den Schaumstoff wird dann eine Lage Polstervlies (100g/qm) geklebt. Damit bekommt man sehr schön die Schnittkanten vom Schaumstoff rund, und die Polsterfläche wird gleichmäßig. Außerdem bietet die Polsterwatte einen Schutz für den Möbelstoff, damit dieser sich nicht am Schaumstoff aufscheuert. Im nächsten Schritt wird dann der Möbelstoff darüber gespannt und unter der Holzkante festgeschossen.

Hier als Bespiel ein Hocker mit Schaumpolsterung und per Schaumstoffkleber befestigter Vliesunterlage: Die Unterpolsterung wurde mit Polstergurten bespannt. Die Gurte wurden mit einem Gurtspanner und … [mehr Text]mit Gurtnägeln befestigt. Darüber wurde eine Lage Federleinen gelegt. Man kann den Schaumstoff aber auch auf eine Holzplatte kleben. Der Möbelstoff wurde seitlich mit Ziernägeln verziert.

Die Technik des Polsterns
Mit freundlicher Genehmigung von www.polstereibedarf-online.de

Hier sehen Sie eine Polsterung mit einem Federkorb, der mit Gurtnägeln befestigt wurde. Darüber wurden eine Lage Afrik/Palmfaser-Fertigpolster und eine Lage graue, geleimte Polsterwatte gelegt. Der weitere Aufbau besteht aus Schaumstoff und Vlieswatte, die aber auch weggelassen werden kann, wenn ein reines Naturpolster gewünscht ist. Auch hier wurde der Möbelstoff seitlich mit Ziernägeln verziert.

Die Technik des Polsterns
Mit freundlicher Genehmigung von www.polstereibedarf-online.de


Hier eine klassische Polsterung mit Sprungfedern, die mit Schnürfaden geschnürt wurde. Diese Art des Polsterns bedarf einer Menge handwerklichen Geschick: Die Unterpolsterung besteht aus Polstergurten, die mit Gurtnägeln angebracht wurden. Auf die Postergurte wurden die Federn mit Artikel aufgenäht. Über die Sprungfedern wurde dann eine Lage Afrik/Palmfaser-Fertigpolster sowie eine Lage grauer, geleimter Polster-Watte gelegt. Der weitere Aufbau besteht wieder aus Schaumstoff und Vlieswatte – wie im ersten Beispiel kann diese aber auch weggelassen werden, wenn ein reines Naturpolster gewünscht ist. Als Abschluß kann stattdessen ein Baumwollnessel verwendet werden. Der Möbelstoff wurde seitlich mit Ziernägeln verziert.

tl_files/bilder/polstern3.jpg
Mit freundlicher Genehmigung von www.polstereibedarf-online.de

So entfernen Sie Flecken selbst

Wollen Sie es ohne fachmännische Hilfe selbst versuchen, so sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

Flecken in textilen Möbelstoffen lassen sich am leichtesten unmittelbar nach dem Entstehen beseitigen. Versuchen Sie vor dem Einsatz von Reinigungsmitteln zuerst, den Fleck mit einem saugfähigen Küchentuch aus Papier abzutupfen oder aufzusaugen. Probieren Sie Reinigungsmittel immer erst an einer nicht sichtbaren Stelle aus!

Tupfen Sie feuchte Flecken mit einem saugfähigen Tuch oder Papier ab. Bringen Sie Reinigungsmittel nie direkt auf den Möbelstoff auf, sondern tragen das Mittel auf ein weißes Tuch auf. Nehmen Sie dann den Fleck mit dem Tuch vom Rand zur Mitte hin auf. Anschließend reiben Sie mit einem feuchten Tuch die Rückstände aus und anschließend mit einem trockenen Tuch nach. So vermeiden Sie Trockenränder.

Vorsicht: Durch das Reiben kann sich die Oberseite des Möbelstoffes verändern. Führen Sie die letzte Behandlung immer in Strichrichtung durch. Sorgen Sie in jedem Fall für sofortige Trocknung und nutzen Sie das Möbel erst nach der vollständiger Trocknung.

Nach der Fleckreinigung müssen Sie die Rückstände (Tenside) des Reinigungsmittels gründlich auswaschen, denn diese Rückstände führen sonst zu einer schnelleren Wiederanschmutzung des Stoffes.

Einige Tipps zur Fleckentfernung:
Bier, Cola, Limonade, Kaffee, Tee, Fruchtsaft, Spirituosen: Flüssigkeiten sofort mit einem Küchentuch abtupfen oder aufsaugen und die Stelle mit einer lauwarmen Lösung aus Shampoo und Wasser reinigen. – Milch, Milchkaffee, Sahne, Soßen, Suppen, Kakao, Erbrochenes, Kopierstift, Kugelschreiber, Schuhcreme, Parfüm: Mit Lösung aus lauwarmen Wasser und Shampoo behandeln. Ist der Fleck damit nicht zu beseitigen, kann man nach dem Trocknen mit Spiritus, Waschbenzin oder Fleckentferner die Stelle nachbehandeln. – Ei, Blut, Urin, Kot: Grundsätzlich nur mit kaltem Wasser - kein heißes Wasser verwenden, da Eiweiß gerinnt! Eventuell mit einer Lösung aus kaltem Wasser und Shampoo nachbehandeln. – Kerzenwachs: Nicht mit Bügeleisen arbeiten! Soweit als möglich zerbröckeln und das Wachs vorsichtig abheben. Dann die Fläche mehrmals mit Waschbenzin nachbehandeln. – Lack,Öl, Butter, Farbe, Fett, Harz, Teer, Schuhcreme (Ölbasis): Mit Lösemittel wie Waschbenzin, Spiritus oder Fleckenwasser behandeln. – Kaugummi, Knetgummi: Hier fragen Sie immer den Fachmann eines Reinigungsbetriebs. Wichtig: Lassen Sie nach der Reinigung den Bezug trocknen - erst dann können Sie das Polster wieder benutzen.

Tipps und Informationen über Lichtechtheit

Lichtechtheit ist die Widerstandsfähigkeit des Stoffes gegenüber der Einwirkung von Licht. Man beurteilt sie in Stufen (Echtheitszahlen): je höher die Stufe, desto besser die Lichtechtheit.

Das Messverfahren besteht in einem Vergleich mit einer Skala aus acht blauen Wollstreifen unterschiedlicher Lichtechtheit, die mit der Probe dem Licht ausgesetzt werden. Die belichtete Probe wird dabei mit einem abgedeckten Probenteil verglichen. Als Lichtechtheit wird dann die Stufe angegeben, bei der ein "deutlicher" (bis Stufe 6) beziehungsweise "gerade erkennbarer" (Stufe 7 und 8) Unterschied zu sehen ist. In etwa verdoppelt sich mit jeder Stufe die Zeit, in der die Probe dem Licht ausgesetzt werden kann, ohne dass sie sich verändert. Bei Lichtechtheit 7 entspricht dies in Mitteleuropa in etwa einem Jahr im Freien. Dies sind die Echtheitszahlen:

  • 1 = sehr gering
  • 2 = gering
  • 3 = mäßig
  • 4 = ziemlich gut
  • 5 = gut
  • 6 = sehr gut
  • 7 = vorzüglich
  • 8 = hervorragend

Tipps und Informationen über Pillbildung

Möbelstoffe können unter Umständen im Gebrauch oberflächlich aufrauen, und es können sich kleine Knötchen bilden. Man nennt diese Knötchen Pills. Sie bestehen aus Fasern, die sich infolge des Gebrauchs aus dem Möbelstoff herausarbeiten und sich zu kleinen Kügelchen verknoten.

Pills, die aus Fasern des Polsterstoffes bestehen, werden als Eigenpills bezeichnet. Für Pills, die aus fremden Fasern bestehen, wie z.B. aus der Kleidung des Benutzers, wird der Begriff Fremdpill benutzt.

Pills entstehen häufig schon nach kurzem Gebrauch. Sie können mit einem Fusselgerät, einer Art Rasierapparat, entfernt werden. Das Gerät ermöglicht es, die Pills zu entfernen, ohne den Stoff zu verletzen. Pillbildung sowie die Entfernung von Pills beeinträchtigen die Haltbarkeit eines Möbelstoffes nicht. Die Resistenz gegen Pillbildung wird in Scheuertouren gemessen. Scheuertouren sind eine Einheit wie Meter oder Kilogramm und beschreiben das Ergebnis des „Martindale Tests“ (benannt nach seinem Erfinder): Je höher die Anzahl der Touren, desto resistenter ist der Stoff gegen Abrieb und Verschleiß. Empfehlungen für Scheuertouren:

  • 10.000 Scheuertouren: geringe Beanspruchung in privaten Haushalten
  • 15.000 Scheuertouren: regelmäßiger Gebrauch in privaten Haushalten
  • 20.000 Scheuertouren: regelmäßiger Gebrauch in öffentlichen Umgebungen
  • 30.000 Scheuertouren: intensiver Gebrauch in öffentliche Umgebungen
  • 40.000 Scheuertouren: sehr starker Gebrauch in öffentlichen Umgebungen

Schlüssel für Materialangaben

  • ( ) = frühere Kennzeichnung
  • CA (AC) = Acetat
  • CLF (CL) = Polychlorid (PVC)
  • CMD (MD) = Modal
  • CO = Baumwolle
  • CTA = Triacetat
  • CUP (CU) = Cupro
  • CV (VI) = Viskose/Rayon
  • EL = Elasthan
  • GF = Glasfaser
  • HA (CA) = Hanf
  • HS (HA) = Roßhaar
  • JU = Jute
  • LI = Leinen
  • LU = Lurex
  • MAC(MA) = Modacryl
  • MTF(ME) = Metall
  • PA = Polyamid
  • PAP = Papier
  • PAN(PC) = Polyacryl
  • PE = Polyäthylen
  • PES(PL) = Polyester
  • PP = Polypropylen
  • PUR(PU) = Polyurethan
  • RA = Ramie
  • SE = Seide
  • WM = Mohair
  • WO = Wolle
  • WP = Alpaca
  • WS = Cachemere
  • WV = Schurwolle

Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der hier angebotenen Informationen wird keine Gewähr übernommen. Trotz umfangreicher Recherche müssen wir darum Haftungsansprüche gegen die redaktionellen Inhalte dieser Seiten ablehnen, die sich auf Schäden materieller oder immaterieller Art beziehen und ihre Ursache in der Nutzung der Informationen, oder in eventuell fehlerhafter Ausführung der Behandlung von Produkten haben.

Polsterei A. Lehmkuhl auf facebook